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Stethoskop
Phasen der Wundheilung
Von der Verletzung bis zur Wundheilung vollzieht der Körper fünf Phasen.
Wundheilung

Phasen der Wundheilung

Der Prozess, den der Körper vollzieht, um eine Wunde zu verschließen, unterteilt sich in fünf Phasen der Wundheilung. Dabei ist es für den Heilungsprozess zunächst unerheblich, was für eine Verletzung von Haut und Gewebe vorliegt, ob also eine primäre, eine sekundäre oder eine epitheliale Wundheilung vollzogen werden muss. Der Unterschied liegt in der Dauer der Wundheilungsphasen und auch daran, ob eine reparative oder regenerative Form vonstatten geht.

Je nachdem, ob sich die Wunde reparieren oder regenerieren lässt, entsteht nach der Wundheilung eine Narbe oder die Stelle der Verletzung verblasst und wird unsichtbar. Bei oberflächlichen Verletzungen, insbesondere Wunden der Epidermis und der Schleimhäute, kann das beschädigte Gewebe in den fünf Phasen der Wundheilung vollständig ersetzt werden, sodass keine Narbe zurückbleibt.

Bei schwerwiegenderen Verletzungen schafft der Körper auch in den fünf Phasen der Wundheilung keine Regeneration. Durch die Bildung von Narbengewebe kann die Wunde zwar verschlossen werden, aber das neugebildete Gewebe erfüllt nicht dieselben Funktionen wie das vorherige, gesunde Gewebe. So können durch die reparative Form der Wundheilung zum Beispiel keine Haare oder Scheißdrüsen ersetzt werden und eine Narbe verbleibt.

In der Realität verlaufen diese Phasen parallel und sind nicht strikt voneinander zu trennen.

Latenzphase

Die Latenz- oder auch Ruhephase der Wundheilung beginnt unmittelbar nach der Verletzung. An der betroffenen Stelle verengen sich die Gefäße des beschädigten Gewebes, um den Blutfluss zu stoppen. Zusätzlich wandern Thrombozyten (Blutplättchen, die unmittelbar am Prozess der Blutgerinnung beteiligt sind) zur Wunde, verkleben dort, und verschließen die Wunde so provisorisch. Bereits kurz nach der Verletzung setzt der Körper weitere Botenstoffe frei, die zur Heilung der Wunde benötigt werden.

Exsudative Phase

Die Bezeichnung der exsudativen Phase ist von dem medizinischen Begriff Exsudat abgeleitet. Das Exsudat ist eine abgespaltene Flüssigkeit des Blutserums und wird auch Wundsekret genannt. In dieser Flüssigkeit sind sogenannte Fresszellen und weiße Blutzellen enthalten, die körperfremde Substanzen wie zum Beispiel Bakterien abtöten und abgestorbene Zellen aufnehmen. Das Wundsekret leitet so schädigende Substanzen von der Wunde weg und schafft Platz für die Bildung neuer Zellen. Die im Exsudat enthaltenen Immunzellen setzen außerdem weitere Botenstoffe frei, die das Zellwachstum beschleunigen.

Fibrin ist ein weiterer Bestandteil zur Wundheilung aus dem Exsudat. Es sorgt neben den Thrombozyten für die Blutgerinnung und dient dem Körper als natürlicher Klebstoff. Das Fibrin ist so außerdem für Verbindung der Wundränder verantwortlich und unterstützt die Wundheilung unmittelbar durch das Verschließen der Wunde.

Resorptive Phase

In der resorptiven Phase ist der Reinigungsprozess der Wunde voll ausgeprägt: Fresszellen aus dem Exsudat bekämpfen Eindringlinge von außen, transportieren zerstörte Zellen aus den Wundrändern ab und zersetzen sie. Sind bereits zu viele körperfremde Substanzen wie Bakterien in die Wunde eingedrungen, häuft sich die Anzahl der Immunzellen und es entsteht Eiter als Entzündungsreaktion.

Proliferative Phase

Ist die Wunde gereinigt und verschlossen, bildet der Körper in der proliferativen Phase neues Gewebe. Profileration ist der medizinische Begriff für Zellwachstum. Nach der resorptiven Phase sind zerstörte Zellen an den Wundrändern entfernt, gesunde Zellen liegen sich an der Wunde gegenüber. Diese gesunden Zellen vermehren sich in Folge natürlicher Zellteilung und wachsen so zusammen.

Ist der Abstand in der Wunde zu groß, muss die Lücke zuvor ausgefüllt werden. Eine Kombination aus neuem Bindegewebe und Blutgefäßen bildet sich in der Wunde und verschließt sie sukzessive. Dieses Granulationsgewebe kann sich bei schwerwiegenderen Verletzungen nicht mehr vollständig wie das ursprüngliche Gewebe ausbilden. Die Wunde wird zwar fest verschlossen, das entstandene Narbengewebe bildet allerdings weder Haare, Schweißdrüsen und Pigmentzellen noch Nervenbahnen.

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Narben und vernarbte Hautstellen täglich dünn mit Arhama®-Salbe eincremen und bei Bedarf anschließend abdecken.

Haut im Wundrandbereich nach Bedarf dick (bis zu 2 mm) mit Arhama®-Salbe bestreichen, zum Schutz mit einem Pflaster oder einer Mullbinde abdecken und in regelmäßigen Abständen (ca. alle 12 Stunden) erneuern. Die Hautfeuchtigkeit wird damit bewahrt, die Regeneration der Haut unterstützt und die Haut intensiv gepflegt.

Regenerative Phase der Wundheilung

In der regenerativen Phase wird zum Abschluss des Wundheilungsprozesses die Epidermis wiederhergestellt, die gesunden Zellen der Wundränder verbinden sich und werden wieder zu einer einheitlichen Hautoberfläche. Kollagenfasern sorgen für Stabilität der Wunde und ziehen die Wundränder weiter zusammen. In dieser Phase entsteht die Narben als Folge der Wunde. Im Laufe der Zeit werden die Blutgefäße im Narbengewebe abgebaut, die Narbe wird blasser. Diese letzte Phase der Wundheilung kann bis zu einem Jahr andauern.

Sabrina Mandel

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